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Auf Initiative der ÖVP Vbgm. Petra Nocker-Schwarzenbacher, Vorsitzende des Sozialausschusses, wurde in den letzten Monaten intensiv an dem Projekt „KEIN ALKOHOL UNTER 16, wir achten darauf!“ gearbeitet. Zielgruppen dieses Projektes sind einerseits die Jugendlichen unter 16 Jahren der Stadtgemeinde St. Johann und andererseits Gastronomie, Handel und deren Beschäftigte. Schlagzeilen wie Komatrinken, Minderjährige mit Alkoholvergiftung, Randale, Sachbeschädigung, Vandalismus und Raufereien, die auf unkontrollierten Alkoholkonsum zurück zu führen sind, kennen wir nicht nur aus den Medien sondern können diese Problematik auch bei uns vermehrt beobachten. Die Alkoholproblematik nur auf Jugendliche unter 16 Jahren zu reduzieren, wäre eine völlig unzulässige Verkürzung dieses Themas, denn auch uns ist völlig klar und bewusst, dass der übermäßige Alkoholkonsum ein Problem darstellt, das in allen Alters- und Gesellschaftsschichten tief verankert ist. Dennoch konzentriert sich die Stadtgemeinde St. Johann vor allem auf den Schutz der unter 16-Jährigen. Ziele dieses Projektes sind: § Jugend, Eltern und „Verkäufer“ bezüglich Alkohols zu sensibilisieren. § Den Jugendlichen, die sich im Alter von 12-16 Jahren in einem sehr wichtigen Entwicklungs- und Orientierungsabschnitt befinden, hier Unterstützung zu bieten. Viele möchten als Erwachsen gelten, cool wirken und meinen dies durch den Konsum von diversen Suchtmitteln zu erreichen. Unkontrollierter oder exzessiver Alkoholkonsum kann aber die gesamte Zukunft negativ beeinflussen. § Die gezielte Umsetzung des Jugendschutzgesetzes zum Schutz der unter 16-Jährigen. § Den Eltern oder Erziehungsberechtigen das Gefühl geben, dass sie in St. Johann in ihrer Erziehungsarbeit unterstützt werden und, dass versucht wird auf die Jugend zu achten. § Den Schrittweisen Zugang zum Alkohol bewusst machen. Ab 16 Jahren ist man bei uns berechtigt Wein und Bier zu trinken, erst ab dem 18. Lebensjahr dürfen auch Spirituosen, Alkopops etc. konsumiert werden. § Zu guter Letzt soll dieses Projekt auch der Imageverbesserung der Stadt St. Johann im Bereich Gastronomie und Handel dienen. Diese ZIELE möchten wir so verwirklichen: 1. Aufklärung und Prävention hinsichtlich Alkoholkonsum und möglicher Folgewirkungen an unseren Schulen durch Lehrer und externe Referenten. Wir werden Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen zu dem Schwerpunktthema Alkohol initiieren und anschließend prämieren. Von Seiten der örtlichen Schulen wurde das Gesamtprojekt sehr positiv aufgenommen und Mitwirken signalisiert. 2. Zusammenarbeit und Aufklärung der gastronomischen Betriebe, der Handelsbetriebe und anderer Verkaufsstellen von alkoholischen Getränken (wie z. B. Tankstellen). Es wurden bereits im Vorfeld viele persönliche Gespräche und einige Informationsabende durchgeführt um den betroffenen Personen unser Projekt zu präsentieren. Besonders positiv wurde die Bereitstellung von Drucksorten und Werbematerial (in Form von Getränkeuntersetzer, Tischaufsteller etc.) seitens der Stadtgemeinde aufgenommen. Die Getränkeuntersetzer, Tischaufsteller, Sticker und Buttons werden bewusst und konzentriert von den „Verkäufern“ eingesetzt werden. Pins, Buttons und Sticker in verschiedenen Farben und Größen haben zugleich dekorative und Projekt unterstützende Funktion. Um die Aufklärungsarbeit zu erleichtern wurden getrennte, spezifische Folder für Jugendliche und „Verkäufer“ erstellt. 3. Die allgemeine Ausweiskontrolle. Im Zusammenhang mit der Ausweiskontrolle dürfen wir Folgendes ausführen: Zu allererst wurde eine eigene ID Karte für St. Johanner Jugendliche angedacht. In einem Zeitalter, in welchem jeder mit Karten „überschwemmt“ wird erschien uns diese Idee nach einigen Diskussionen als wenig sinnvoll und wurde verworfen. Es entstand der Gedanke, den St. Johanner Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr den in Europa überall anerkannten Personalausweis von Seiten der Stadtgemeinde zu finanzieren. Die kostenlose Bereitstellung dieses Ausweises ermöglicht den Jugendlichen nicht nur ein Nachkommen der Ausweispflicht in öffentlichen Lokalen, sondern stellt auch eine Art der Familienförderung im Rahmen der Sozialleistungen der Stadtgemeinde St. Johann dar. Es ist uns bewusst, dass wir mit diesem Projekt das Problem Alkohol und Jugend nicht aus der Welt schaffen werden aber es soll ein Mosaikstein auf dem Weg zu einem vernünftigen und verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sein. Wie aus diesem kurzen Überblick zu entnehmen ist, war ein großer Arbeitsaufwand notwendig, um dieses Modell auf die Beine zu stellen. Ohne der unbürokratischen Hilfe der Wirtschaftskammerzweigstelle St. Johann und Herrn Mag. Hans Scharfetter in seiner Funktion als Wirtschaftskammer Vizepräsident, EZ Obmann Herrn Bernhard Adelsberger und Gastwirteobmann Herrn Erwin Schwarz wäre es nicht möglich gewesen, innerhalb so kurzer Zeit dieses Projekt zu verwirklichen. Aus diesem Grund möchten wir uns bei den Mitgliedern des Sozialausschusses, der Gemeindevertretung und bei allen Mitwirkenden sehr herzlich für ihre Unterstützung bedanken. Bgm.
Günther Mitterer
Vbgm. Petra Nocker-Schwarzenbacher
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Kostenersatz
für die Ausstellung eines Personalausweises |
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Ein Teil
dieses Projektes ist die allgemeine Ausweiskontrolle in öffentlichen
Lokalen. Aus diesem Grund hat die Stadtgemeinde St. Johann im Pongau
beschlossen, die Kosten für die Ausstellung des Personalausweises für
Jugendliche ab der Vollendung des 16. Lebensjahres und zwar bis zur
Vollendung des 18. Lebensjahres, Stichtag ist der 1. Mai 1989, zu übernehmen.
Alle Jugendlichen mit Hauptwohnsitz in St. Johann/Pg., die nach diesem
Stichtag geboren sind und das 16. Lebensjahr vollendet haben, können im
Gemeindeamt, Informationsstelle, bei Vorlage des Personalausweises einen
Antrag auf Refundierung der Kosten in Höhe von € 56,-- stellen. Das Antragsformular kann auch hier heruntergeladen
werden. Der Personalausweis im Scheckkartenformat ist bei der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau erhältlich und dient neben der Ausweisleistung (gegenüber Exekutivorganen, Behörden, …) auch als Reisedokument in derzeit 33 Staaten Europas und ist 10 Jahre gültig. Die
Stadtgemeinde St. Johann/Pg. kann mit diesem Projekt das Problem Alkohol
und Jugend nicht aus der Welt schaffen, aber es soll ein Mosaikstein auf
dem Weg zu einem vernünftigen und verantwortungsbewussten Umgang mit
Alkohol sein. |
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